Reviews: Undurchschaubarkeit

Wolfsburger Allgemeine

Ein großartiger Schauspieler las Geschichten hervorragender Autoren begleitet von einem genialen Musiker
Einen wunderbaren Abend mit feinem Humor und ungewöhnlichen Klangwelten bescherten Schauspieler Götz Schubert und Musiker Manuel Munzlinger den Besuchern des Scharoun Theaters. Die „Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit“ sorgten für begeisterten Applaus.
Durch das eindringliche Schauspiel und die passende Geräuschkulisse entstand eine beeindruckende Stimmung. Munzlinger präsentierte eine große Breite an Sounds und Musikalität. Zwischen den Stücken und am Ende spielte er zudem auf seiner Oboe in feinster Fusion mal klassisch begleitet von Elektrobeats oder auch jazzig-funkig.
Autoren, Darsteller und Musiker lieferten alle auf höchstem Niveau ab.

Amberger Zeitung

Packend präsentierte GeschichtenDas war keine leichte Kost, aber der Besuch lohnte sich
Drei Erzählungen, die Anlass geben zu teils skurrilen, oft irrwitzigen, stets aber faszinierenden Rückblenden, Visionen und irrlichternden Assoziationen. Das Besondere war, dass die gesprochenen Texte mit situationsschildernder Musik plastisch gemacht wurden. Das war spannend, fesselnd, für den Zuhörer anspruchsvoll und volle Aufmerksamkeit fordernd. Es waren zwei Ausnahmekünstler, die dieses literarische Erlebnis vermittelten.
Götz Schubert erfüllte die literarischen Vorlagen mit Leben. Erstaunlich, wie er mit seiner wandlungsfähigen Stimme, seinen dezenten Gesten die Handlungen lebendig werden ließ. Seine sprachliche Brillanz und feinnervige Sprachdiktion kamen fesselnd „über die Rampe“.
Einen partnerschaftlichen Anteil an diesen faszinierenden Präsentationen hatte Manuel Munzlinger. Gewissermaßen als „Vorspann“ produzierte er mit seiner brillant geblasenen Oboe und dem „elektronisch“ aufbereiteten orchestralen, stark rhythmisch geprägten Sound die passende Hinführung, und während den Erzählungen unterstrichen seine „Klang-Intentionen“ sowohl die äußerlichen Verhältnisse (grandios der „Schneesturm“ zu Beginn) wie auch die jeweilige Stimmungslage des geschilderten Akteurs.
Packend, fesselnd, anspruchsvoll, stets die Konzentration der Zuhörer fordernd, es war unglaublich, wie schnell bei solch pausenloser musikalisch-literarischer Intensität 90 Minuten verfliegen können. Es war keine leichte Kost, aber sie wurde genial von den beiden Künstlern serviert.

Lausitzer Rundschau

Denkvergnügen im Undurchschaubaren – Götz Schubert und Manuel Munzlinger begeisterten mit einem anregenden Abend
Nur ab und zu lässt er ein Blatt auf den Boden gleiten, sonst passiert nichts. Allein mit ein paar kleinen Gesten und seiner markanten, wandlungsfähigen Stimme schafft es Götz Schubert, die Figuren lebendig werden zu lassen. Der Musiker Manuel Munzlinger erzeugt mit Oboe, Keyboard und Computerklängen das Atmosphärische, untermalt das Surreale der Situationen.
Musik/Hör/Spiel nennen die beiden Interpreten, was sie da auf die Bühne bringen. Die Texte befassen sich mit den Unwägbarkeiten des Lebens, Entscheidungen, die zu tragischen, komischen, irrwitzigen Resultaten führen.
Die Zuschauer hatten ihre Freude an diesem geistreichen, anregenden, erheiternden und nachdenklich stimmenden Abend und bedankten sich mit viel Beifall.

Solinger Tageblatt

Götz Schubert fesselt mit seiner Stimme. Am Mikrofon erweckte der Schauspieler die Charaktere zum Leben und überzeugte mit herausragender Stimme, Gestik und Mimik. Das Besondere war die musikalische Begleitung durch Manuel Munzlinger, der mit mal leisen, mal kräftigen Oboentönen, Keyboard und Computermusik die Lesung zu einem akustischen Erlebnis machte. Ein Abend, der noch lange nachhallte.

Dresdner Neueste Nachrichten

Götz Schubert gab den Texten durch Stimme und Ausstrahlung Größe wie Wertschätzung. Munzlinger, der schon einige ähnliche Programme erschuf, fand hier einen äußerst subtilen Kern: Die Geschichten erzählen von Suchenden als Helden, die dank Undurchschaubarkeit ihrer Lage in seelisches Chaos stürzen und leiden. Ein feiner, anregender Abend.