Reviews: schizophon

Zuschauerstimmen zur Premiere in der „Bar jeder Vernunft“ in Berlin

Es war ein vergnüglicher Abend in der Bar jeder Vernunft. Manuel Munzlinger führte unterhaltsam durch den Abend. Es war ein außergewöhnliches Konzert, da er auf der Oboe, eigentlich einem klassischen Instrument, Rocksongs spielte. Begleitet wurde er von zwei jungen Damen, die sehr ausdrucksstark Violoncello und Piano spielten. Es war ein sehr schöner Abend, den wir sehr genossen haben.

Virtuelle Kammermusik, gespielt auf der Oboe – das war schon ein Highlight! Dazu noch ein sehr sympathischer Künstler mit netten Einlagen rund um die Oboe.

Es war ein wunderbarer origineller Abend in der schönen Bar jeder Vernunft. Ein sehr sympathischer Künstler. Er wollte eigentlich Rocksänger werden, ist aber bereits in der Schule bei der Oboe gelandet. Um seinen Traum doch noch zu verwirklichen, spielt er nun einfach Rocksongs auf der Oboe. Begleitet wurde er hierbei von zwei fantastischen jungen Frauen am Klavier und Violoncello. Gänsehaut pur bei den Songs von Herbert Grönemeyer und Michael Jackson.

Manuel Munzlinger wollte eigentlich Rockmusiker werden und ist doch bei der Oboe gelandet und spielt nun seine Lieblingsmusik darauf. Das ist schon selten, ein Crossoverprojekt. Zwei reizende junge Damen unterstützen ihn mit Klavier und Cello dabei und es klingt sehr emotional und wohltuend. Zudem gab er noch eine humorvolle Moderation. Ein gelungenes Konzert, welches viel zu schnell vorbei war.

Es war ein humorvolles Konzert, wie es Manuel Munzlinger mit seinen beiden Damen gestaltet hat, sein Dialog über die Oboe war interessant und witzig.

Vielen Dank für diesen originellen und wundervoll gefühlvollen Abend! Mein absoluter Favorit war die Kreuzung von Michael Jackson mit Debussy. Herzlichen Dank und weiter so!!!!

Westfalenpost

„Schizophon“ sorgte für Überraschungen und traf den Nerv des Publikums
Schizophon – ein passenderer Titel hätte für dieses Konzert nicht gewählt werden können. Denn die Wortschöpfung fasst in einem Begriff zusammen, was jede Menge Worte nur schwerlich zu beschreiben vermögen. Manuel Munzlinger, Oboist, Musikproduzent, Komponist und vieles mehr, präsentierte mit zwei weiteren, ebenso vielseitigen Musikern ein höchst anspruchsvolles Programm. Zwischen den einzelnen Darbietungen erläuterte Munzlinger locker plaudernd und sehr aufschlussreich, wie groß sein Anliegen ist, unterschiedliche Stile zusammenzubringen, Ungewohntes zu erschaffen, mit Gewagtem zu überraschen.
Die „schizophonen“ Kompositionen Munzlingers boten vielfache Herausforderungen durch markante und hoch komplizierte Rhythmen und ständig wechselnden Ausdrucksformen. Der Oboist wirkte dabei wie mit seinem Instrument verwachsen, dem er zauberhafte lyrische Töne ebenso entlockte wie rasanteste Läufe, als wäre es ein Leichtes. Der Pianist hatte im wahrsten Sinne ständig alle Hände voll zu tun, schuf Klangteppiche, pulsierende Fundamente, zeigte eine riesige Bandbreite stilistischen Repertoires. Und die Cellistin bot mit größter Selbstverständlichkeit einen wunderbar tragenden Ton wie auch jegliche technische Kunstfertigkeit.
Statt alte Musik zu bearbeiten und in neuem Gewande erklingen zu lassen, vollzieht Manuel Munzlinger das Umgekehrte. Da wird das „Heal the World“ von Michael Jackson mit dem impressionistischen Stil Claude Debussys kombiniert. Der Beatles-Song „I Feel Fine“ erklingt mit raffinierten Anklängen an Béla Bartok, „When I’m 64“ erinnert an Benjamin Britten. Tschaikowsky geht mit einem irischen Volkslied eine aufregende Liaison ein und Herbert Grönemeyer begegnet Robert Schumann. Und so zeigt Munzlinger in diesen genialen Bearbeitungen, wie sehr er auch die musikalischen Traditionen durchdrungen hat. Jazz, Rock und Pop, Ragtime und Swing – all das wird verwoben mit den Klängen vergangener Jahrhunderte. Die Musik steckt voller musikalischer Anspielungen. Schizophon eben und höchst beglückend. Manch einer hätte auch gerne noch eine dritte Zugabe gehört.