Reviews: Jazz Concerto

Ostthüringer Zeitung

Witzig, frech und stimmungsvoll – Klassik und Jazz vereinten sich dank Munzlingers großartiger Komposition zu einem wirklichen Ohrenschmaus, der beim Publikum wahre Begeisterungsstürme auslöste.

Die Glocke

Richtig spannend wird es mit dem Auftritt des phänomenalen Oboisten Manuel Munzlinger, der sein interessantes „Jazz Concerto“ für Oboe und Streicher vorstellte, in dem sich Klassik mit Jazz vermählt. Die Streicher dürfen mal dahinschmelzen, mal ein Staccato-Feuerwerk entfachen, während der Solist mit einer unglaublichen Atemreserve, technischer Brillanz und verblüffend vielseitiger Tongebung auftrumpft. Die Zuhörer sind hingerissen und bejubeln diesen Solisten, der mit seiner schwarzen Lederhose und weißem Schlabberhemd ganz unkonventionell auftritt. Ein Nigel Kennedy der Oboe.

Westfalen-Blatt

„Was heißt ’wrzngmpf’?“, fragten wir Manuel Munzlinger, den Solo-Oboisten und Komponisten des „Jazz Concerto“ für Oboe und Streicher. Er rückte partout mit der Lösung nicht heraus, spielte aber sein Konzert mit hoher Virtuosität, sehr selbstbewusst, schwungvoll und fein nuanciert, aber immer auch „jazzig“ wie beim „swinging vivace“. Temporeich auch die übrigen Sätze gekrönt von rhythmischen Steigerungen mit einem Wirbel von markanten und kichernden Tönen. Ein gewiefter, brillanter Musiker und Spaßvogel zugleich, der einer jüngsten Zuhörerin, die sich an der Rampe verirrt hatte, ein impulsives Solo widmete.

Westfälische Allgemeine

Als hochkarätige solistische Ergänzung stand dann der als „Nigel Kennedy der Oboe“ bekannte Oboist Manuel Munzlinger im Mittelpunkt. Mit der Eigenkomposition „Jazz Concerto for Oboe and Strings“ bot er einen zeitgenössischen Kontrast, der mit unterschiedlichsten Rhythmen und Anspielungen auf bekannte Melodien gewürzt war, geradezu genial ergänzt durch die Streicher.

Der Westallgäuer

Vorbehalte gegenüber zeitgenössischer Musik waren hier völlig fehl am Platz. Wenn Prokofjew und Britten sich einer vergnüglichen Auseinandersetzung mit der klassischen Tradition hingeben konnten, dann ist das auch heute noch möglich. Und als ob das nicht schon genügen würde, präsentierte sich der Komponist zugleich als Oboenvirtuose, dessen technische Brillanz nur noch von seinem augenzwinkernden Humor übertroffen wurde.

Berliner Tagesspiegel

Ein musikalisches Crossover, das selbst die ältesten Besucher zum Fußwippen und Mitschnippsen bewegte. Der Berliner Komponist Manuel Munzlinger wiegte sich in weißer Jeans auf der Bühne und riss das Publikum mit seiner mal klassisch jubilierenden, mal jaulenden Oboe mit, während sich das Orchester zur groovenden Big Band verwandelte.