Herbert Feuerstein

„Ich würde ihnen gerne das Du anbieten. Würde mich aber auch freuen, wenn Du es ablehnst.“

Mein großer Lehrmeister Herbert Feuerstein ist heute gestorben. Es war eine Ehre mit ihm arbeiten und touren zu dürfen. Von seinen Tipps und Tricks zehre ich noch heute. Wann immer man eine halbwegs lustige Bemerkung machte – er konnte sie aus der Pistole geschossen toppen. Und besser, als es mir jemals möglich gewesen wäre. Ein brillianter Kopf, gebildet und vor allem musikalisch. Und ein toller Mensch, niemals hochnäsig, sondern immer kollegial und höflich.

Auf stundenlangen Autofahrten hat er mir erklärt, wie er Humor versteht, was er lustig findet und was nicht, was man für das Improvisieren braucht, wie SCHMIDTEINANDER funktioniert hat und wie es mit Harald Schmidt war. Es waren interessante und brüllend komische Gespräche, wenn wir in seiner Küche „bei einem Teechen“ neue Projekte planten. Richtig traurig war er, als unser Woody Allen-Programm nicht klappte. Böse konnte er werden, wenn etwas anders war, als verabredet. Und Lügen hat er sofort enttarnt, man konnte ihm nichts vormachen. Fröhlich wurde er, wenn er von seinen Reisen erzählen konnte.

Lieber Feuerstein, habe gerade in unseren zahlreichen Emails gestöbert und sehr lachen müssen. Unsere Zeit war ein Vergnügen und ich werde sie vermissen.